Wann müssen die Gerichtskosten und die Anwaltskosten gezahlt werden?

Gemäß § 9 Familiengerichtskostengesetz (FamGKG) werden in Scheidungsverfahren die Gerichtsgebühren im Voraus mit der Einreichung des Scheidungsantrags fällig. Eine Ausnahme hiervon besteht im Scheidungsverfahren nicht. Ist der Antragsteller bzw. die Antragstellerin zur Zahlung der Gerichtskosten im Voraus finanziell nicht in der Lage, besteht die Möglichkeit, den Scheidungsantrag mit einem Antrag auf Bewilligung von Verfahrenskostenhilfe für das Scheidungsverfahren zu verbinden. Wird hierauf Verfahrenskostenhilfe bewilligt, übernimmt die Landesjustizkasse die Einzahlung der Gerichtsgebühren.

Grundsätzlich sind gemäß § 9 Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) auch die Anwaltskosten des Scheidungsverfahrens im Voraus fällig. Diesbezüglich können Sie mit unserer Kanzlei aber sehr gern und unproblematisch eine Ratenzahlungsvereinbarung schließen. Sollte Ihnen Verfahrenskostenhilfe bewilligt werden, übernimmt die Landesjustizkasse auch die Anwaltskosten des beigeordneten Anwalts.

Die Beantragung von Verfahrenskostenhilfe übernehmen wir im Scheidungsverfahren für Sie sehr gern. Von Ihnen benötigen wir dann lediglich die vom Staat verlangten Angaben zu Ihren Einkünften und Vermögen sowie nachweisfähige Belege hierzu. Sollten Sie Fragen hierzu haben, sprechen Sie uns hierauf an. Wir freuen uns, Ihnen hierbei helfen zu können.

Wie sich die Höhe der Gerichts- und Anwaltskosten im Scheidungsverfahren ermitteln, erfahren Sie hier.

 

Beitrags Autor

(Leipzig / Dresden) Rechtsanwälte ROBEL & FRANCKE. Fachanwälte für Arbeitsrecht, Familienrecht und Erbrecht. Kanzleiniederlassungen in Leipzig und Dresden.

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